Für smarte Kinder: Das Handy sicher nutzen

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Schon in der Grundschule besitzen viele Kinder ein eigenes Smartphone und in den weiterführenden Schulen sowieso. Neuland ist das erste eigene Handy für die Kinder aber meist nicht: Längst haben sie auf den Geräten der Eltern Erfahrungen gesammelt.

Bei aller Begeisterung für die Möglichkeiten des kleinen Wunderwerks in ihrer Hand, sind ihnen Gefahren aber meist wenig bewusst. Hier sind die Eltern gefragt: Ihr solltet mit dem Nachwuchs darüber sprechen und das Smartphone so sicher wie möglich konfigurieren. Am besten gemeinsam die Einstellungen des Gerätes und der Apps durchgehen und Funktionalitäten nach Bedarf sperren.

Worauf sollten Eltern und Kinder bei der sicheren Smartphone-Nutzung achten? Unsere Tipps:

Privat bleibt privat - Meine Daten gehören mir!

Ein wenig Heimlichtuerei darf bei der Smartphone-Nutzung und bei jeglicher Internetaktivität sein: Denn persönliche Daten von Online-Profilen können gestohlen und illegal als Fake Accounts weiterverwendet werden. In Chats oder sozialen Netzwerken können Bilder und persönliche Infos in die Hände von Fremden gelangen, die das Kind kontaktieren oder die Bilder weiterverschicken.

Sensibilisiert euer Kind für möglichen Datenmissbrauch. Zumindest Informationen wie Telefonnummer, Adresse, Alter, Name, aber auch Bilder sollten geschützt werden. Verwendet werden sollen in der Kommunikation möglichst Spitznamen und E-Mail-Adressen, die keine Informationen über den Namen, Alter, Geschlecht und Interessen des Kindes liefern. Außerdem sind sichere Passwörter aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Zeichen wichtig.

Bei der Installation von Apps solltet ihr misstrauisch sein. Ist es wirklich nötig, dass die App auf so viele Funktionen des Handys Zugriff hat? Trotz einiger Anreize sollte auch gut überlegt sein, Apps mit sozialen Netzwerken zu verknüpfen. Die Hersteller erhalten so Zugriff auf Daten, die auf den Plattformen hinterlegt sind und umgekehrt.

Gewalt und Extremismus - Das will ich nicht sehen!

Sicherheit und Jugendschutz: Über einen ungesicherten Internetzugang können Kinder unbeabsichtigt mit wenigen Klicks auf Seiten oder zu Videos gelangen, in denen Gewalt, Sex oder extreme Weltanschauungen dargestellt werden.

Besonders für jüngere Kinder empfiehlt es sich, auf dem Smartphone einen kindgerechten Browser, zum Beispiel „fragfinn“, zu installieren. Die Browser-App kann in den App-Stores kostenlos heruntergeladen werden.

Auch eine Kindersicherungs-App ist sinnvoll. Mit folgenden Suchbegriffen "Internetnutzung" oder "Kindersicherung Internet und Apps" findet ihr einige gute Apps. Allerdings wird der Datenhunger einiger dieser Apps kritisch gesehen. In verschiedenen Testberichten https://mobilsicher.de/apps-kurz-vorgestellt/serie-kindersicherungs-apps-im-check kann man sich ein eigenes Bild über die Vor- und Nachteile der Apps verschaffen.

Kostenfallen - Das will ich nicht bezahlen!

Verführerische In-App-Käufe: Viele Apps und Spiele stehen kostenlos oder sehr günstig zum Download bereit. Nutzt man die Anwendung werden häufig Spielerweiterungen oder Upgrades angeboten, die man ganz einfach per Klick kaufen kann. Gerade Kinder und Jugendliche sind beim Spielen für solche In-App-Käufe besonders empfänglich. Sperrt diese daher oder installiert solche Spiele-Apps erst gar nicht.

Aktiviert außerdem die Drittanbietersperre auf dem Smartphone eures Kindes und sorgt zum Beispiel auf einem Android-Gerät durch eine Authentifizierung dafür, dass neue Apps nicht beliebig heruntergeladen werden können. Dafür im Playstore-Menü (drei Striche oben links) auf „Einstellungen“ gehen und „Jugendschutzeinstellungen“ konfigurieren sowie „Authentifizierung“ aktivieren. Bei Apple-Geräte mit iOS-System kann die Art und Weise der App-Nutzung direkt in den Geräteeinstellung festgelegt werden.