Wie Kinder die Lust am Lernen entdecken

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Zauberwort Motivation: Vom Lernen müssen zum Lernen wollen Wie bringt man Kinder dazu, etwas für die Schule zu tun? Oder noch besser: Aus echtem eigenen Antrieb zu pauken? Der Motor für Lernlust heißt Motivation und Eltern können helfen, ihn zu starten. Den Weg bewältigen muss das Kind selbst. Denn Motivation bedeutet, ein eigenes Ziel zu finden und trotz Schwierigkeiten zu verfolgen. Wie können Eltern ihren Nachwuchs dabei unterstützen? Wir haben Lernexpertin Christiane Konnertz vom Marburger LernTeam gefragt, den Veranstalter der erfolgreichen FIT-Z Gern-Lern-Seminare

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8 Tipps für motivierende Eltern

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1. Nicht an zu vielen Baustellen gleichzeitig arbeiten! Das Kind soll nur ein Ziel oder wenige wichtige Ziele aussuchen, die es erreichen möchte. Außerdem sollte es sich überlegen, was es dafür tun will.

2. Realistische Ziele setzen: Innerhalb von nur vier Monaten die Englischnote von 5 auf 2 zu verbessern, klappt nicht. Zu niedrig gesetzte Ziele sorgen dagegen für Langeweile. Wichtig ist das richtige Maß zwischen den Fähigkeiten und den Herausforderungen.

3. Richtig formulieren: Persönlich, konkret, ohne Einschränkungen, mit dem Zeitpunkt für die Erfüllung und so, als ob das Ziel schon erreicht ist, zum Beispiel „Ich habe am Ende des Schuljahres in Deutsch eine 2“. Hilfreich sind auch positive Formulierungen: „Ich habe am Ende des Schuljahres in Geschichte konzentriert mitgearbeitet“ statt „Ich störe nicht mehr so oft“.

4. Die Zukunft ausmalen: Je genauer die Vorstellung von dem eigenen Ziel ist, umso besser kann der Schüler daran arbeiten, es zu erreichen. Wie toll wird es sich zum Beispiel anfühlen, die Versetzung zu schaffen?

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5. Auch kleine Erfolge feiern: Alle gelungenen kleinen Schritte, die zum großen Ziel führen, sind mindestens ein dickes Lob, wenn nicht sogar eine kleine Erfolgsfeier wert. Eltern sollten auch all die kleinen positiven Veränderungen würdigen, die sich vielleicht noch nicht in einer besseren Note niedergeschlagen haben.

6. Lob motiviert, macht stolz und stärkt das Selbstbewusstsein. Das Lob sollte ehrlich, sofort, konkret, ohne Einschränkung und positiv formuliert sein.

7. Lernpausen genießen: Wenn das Kind weiß, dass es nach der nächsten Lateinarbeit vier Tage lang mit dem Lernen pausieren wird, kann es sich bereits vorher darauf freuen und nimmt die Zeit bewusst als Erholung wahr.

8. Überraschung statt Belohnung: Statt vorab ein Geschenk für eine gute Note zu versprechen, ist es besser, den Sprössling erst im Nachhinein mit einer Belohnung zu überraschen. Die Freude über eine solch unerwartete Anerkennung motiviert oft viel mehr.