LAGERFEUER MIT KINDERN

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Die besten Rezepte und Tipps für das Outdoor-Abenteuer

Flammen flackern in der Dunkelheit und lassen Schatten tanzen, Holz knistert und das gegrillte Marshmallow zergeht langsam auf der Zunge. Kochen am Lagerfeuer mit Kindern macht das Essen zum Outdoor-Abenteuer. Bei knusprigem Stockbrot und leckeren gebackenen Kartoffeln bleibt keiner hungrig. Sogar ein süßer Nachtisch lässt sich über den Flammen zubereiten. Wenn alle satt sind, wird es mit lustigen Spielen, Liedern und Geschichten am Feuer besonders gemütlich. Wir haben die besten Rezepte, Tipps und Spiele für ein unvergessliches Lagerfeuer mit Kindern.

8 Tipps für ein gelungenes Lagerfeuer

Das Vorbereiten gehört mit zum Spaß am Lagerfeuer im Garten. Ihre Kinder werden begeistert mithelfen.

  1. Den geeigneten Platz im Garten aussuchen
  2. Dünne Äste, Anzündhilfe bereitlegen
  3. Trockene Holzscheite oder dickere Äste bereitlegen.
  4. Rezepte fürs Essen am Lagerfeuer aussuchen und Zutaten einkaufen
  5. Für Stockbrot Haselnussruten oder andere Stöcke schneiden und in Wasser legen
  6. Metallspieße für weiteres Essen vom Lagerfeuer bereithalten
  7. Teig für Stockbrot zubereiten
  8. Getränke bereitstellen
     

ESSEN AM LAGERFEUER

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Die besten Outdoor-Rezepte für die ganze Familie – wenn Sie mehr als Würstchen brutzeln wollen.

Lagerfeuer-Rezept: Stockbrot – der Klassiker

Für ca. 15 Stockbrote
Unser Rezept zeigt sich flexibel: Der Teig kann entweder kurz vor dem Backen geknetet werden oder schon ein paar Stunden vorher.

Zutaten:

  • 1 kg Weizen- oder Dinkelmehl (Type nach Belieben)
  • 500 ml warmes Wasser
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Öl
  • 1 Päckchen Frischhefe oder 2 Päckchen Trockenhefe
  • nach Belieben Pizzakräuter für einen herzhafteren Geschmack

Zubereitung:

  • Frischhefe im warmen Wasser auflösen. Alle Zutaten zuerst mit Knethaken, dann kurz mit den Händen zu einem glatten Hefeteig verkneten. Bei Vollkornmehl kann etwas mehr Wasser nötig sein.
  • Nun entweder an einem kühlen Ort ca. 6 Stunden gehen lassen oder wenn es schneller gehen muss, 30 Minuten warm stehen lassen.
  • Aus dem Teig längliche, möglichst dünne Rollen formen und spiralförmig um einen Stock wickeln.
  • Über dem offenen Feuer wenden und drehen, bis das Stockbrot durchgebacken ist und aromatisch duftet.
     

Lagerfeuer-Rezept: Gebackene Kartoffeln

Für 6 Personen
Mit einem Stück Butter und etwas Salz schmecken die heißen Kartoffeln frisch aus der Glut unwiderstehlich gut. So lieben sie Eltern und Kinder. Unser Rezept für die gebackenen Lagerfeuer-Kartoffeln ist ganz simpel.

Zutaten:

  • 1,5 kg möglichst kleine Kartoffeln
  • nach Geschmack einige Zweige Rosmarin oder Thymian,
  • Alufolie
  • grobes Salz
  • Butter

Zubereitung:

  • Kartoffeln unter Wasser sauber bürsten.
  • Nach Geschmack mit einem kleinen Zweig Rosmarin oder Thymian einzeln in Alufolie wickeln.
  • In die Glut des Lagerfeuers legen.
  • Je nach Größe der Kartoffeln sind sie nach 30 bis 60 Minuten durchgegart.
  • Das Folienpäckchen öffnen, die heißen Kartoffeln mit Butterstückchen belegen und mit Salz bestreut genießen.
  • Tipp für Ungeduldige: Größere Kartoffeln vorher etwa 20 Minuten auf dem Herd kochen, dann sind sie auf dem Feuer schneller gar.
     

Lagerfeuer-Rezept: Geröstete Maiskolben

Für 6 Personen
Kinder mögen Mais nicht nur als Popcorn und Cornflakes. Auch als Gemüse kommt Mais gut an. Die Kolben lassen sich herrlich rundum abknabbern.

Zutaten:

  • 6 Maiskolben
  • Butter
  • Salz
  • Zucker

Zubereitung:

  • Die rohen Maiskolben putzen und in etwas Wasser mit Zucker 15 Minuten köcheln lassen. Kein Salz ins Kochwasser geben. Damit würden die Körner hart.
  • Auf lange Spieße oder angespitzte Stöcke stecken und über der Glut unter Drehen und Wenden etwa 15 Minuten garen.
  • Mit Butter und Salz schmecken lassen.
  • Tipp: Wer Maiskolben in der Hülle bekommt, kann diese roh in die Glut legen. Sie brauchen etwa 30 Minuten zum Garen und sollten gelegentlich gewendet werden. Dann die Hüllen entfernen und die aromatischen Körner abknabbern.
     

Lagerfeuer-Rezept: Bunte Gemüsespieße

Für 6 Personen
Die Zutaten können beliebig variiert werden, so dass jeder auf den Geschmack kommen wird. So schmeckt Gemüse auch Kindern. Versprochen!
Für sechs Personen

Zutaten:

  • 2 Paprika
  • 3 Zucchini
  • 1 Aubergine
  • 200 g Champignons
  • 150 ml Rapsöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Oregano, Thymian, Rosmarin

Zubereitung:

  • Die Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Knoblauchzehen und Kräuter fein hacken, etwas Salz untermischen und das Öl unter die Kräutermischung rühren. Die Gemüsestücke in eine Schüssel geben, mit dem Kräuteröl vermischen.
  •  Am Lagerfeuer spießt sich jeder ein oder mehrere Gemüsestücke auf und gart sie - nicht zu heiß - am Rand des Feuers.
  • Als Abwandlung schmecken gewürfelter Grillkäse oder Wurststücke lecker, die mit aufgespießt und über dem Lagerfeuer gebrutzelt werden.
  • Tipp: Alternativ können Schaschlikspieße mit der bunten Gemüsemischung vorbereitet, in Alufolie gewickelt und in der Glut gegart werden.
     

Lagerfeuer-Rezept: Marshmallows richtig grillen

Zutaten:

  • Marshmallows, möglichst große. Kleinere Marshmallows verbrennen zu leicht.

Zubereitung:

  • Die Marshmallows auf lange Fonduegabeln oder Stöcke spießen und über dem Lagerfeuer gleichmäßig wenden.
  • Wenn die Marshmallows goldbraun geröstet sind, schmecken sie am besten.

Lagerfeuer-Rezept: Marshmallow-Obst-Spieße

Eigentlich sind nach Stockbrot, Kartoffeln und Gemüsespießen alle satt, aber etwas Süßes geht immer noch. Marshmallows und Obst allein schmecken gegrillt schon gut, zusammen sind sie noch besser.

Zutaten:

  • Marshmallows
  • Obst nach Belieben, zum Beispiel Pfirsiche, Nektarinen, Ananas, Feigen
     

Zubereitung:

  • Das Obst in mundgerechte Stücke schneiden
  • Obststücke gemeinsam mit Marshmallow aufspießen und über dem Feuer grillen, bis beides leicht karamellisiert ist.
     

UNSERE TIPPS FÜR IHR LAGERFEUER MIT KINDERN

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Alles, was Sie wissen müssen, damit Ihr Familienevent im Garten zum perfekten Outdoor-Erlebnis wird.

Lagerfeuer im Garten

Was ist erlaubt?

  • Das ist nicht einheitlich geregelt. Wer im eigenen Garten Feuer machen will, sollte bei seiner Gemeinde- oder Stadtverwaltung nachfragen. Dabei unbedingt mitteilen, dass man keine Gartenabfälle verbrennen will, sondern ein Lagerfeuer mit sauberem, trockenen Holz plant.
  • Meistens ist es erlaubt, ein Lagerfeuer im eigenen Garten zu machen. Die Bedingungen: Die Feuerstelle muss abgesichert sein. Es darf nur trockenes Holz verbrannt werden und der Rauch darf niemanden belästigen. Dann gibt es auch keine Probleme mit den Nachbarn.
  • Für Feuerschalen bis zu einem Meter Durchmesser wird keine Genehmigung gebraucht.
  • Für Lagerfeuer in der freien Natur gelten in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen.
     

Bränden vorbeugen

Was beim Lagerfeuer beachten?

  • Zu Gehölzen, Zelten und Gebäuden sollte ein Abstand von mindestens fünf, besser zehn Metern liegen
  • Feuer nie unbewacht lassen
  • Immer einen Eimer Wasser, einen Feuerlöscher oder einen angeschlossenen Wasserschlauch zum Löschen bereithalten
  • Nicht übers Feuer springen und keine Gegenstände oder Flüssigkeiten hineinwerfen
  • Kein Benzin, Petroleum, Spiritus oder ähnliche Brandbeschleuniger benutzen. Dabei besteht Explosionsgefahr mit schwersten Verbrennungen!
  • Bei großer Trockenheit und bei Wind sollte niemals ein Feuer entzündet werden.
  • Das Feuer am Schluss komplett mit Wasser oder Sand löschen.
  • Eltern sind Vorbild. Kinder lernen beim Feuermachen und Grillen den richtigen Umgang mit Feuer.
     

Lagerfeuer machen

Wie brennt es am besten?

  • Ein Ring aus Steinen hält das Feuer im Zaum und unvorsichtige Gäste auf sicherer Entfernung von der Glut.
  • Versierte Lagerfeuer-Macher starten mit Nadelholz, das schnell brennt und eine große Anfangshitze entwickelt. Wegen des eingeschlossenen Harzes knackt es schön. Weil es so zügig brennt, das Feuer besonders gut im Auge behalten.
  • Weitergefeuert wird dann mit Laubhölzern. Sie verbrennen nicht so schnell, haben aber einen höheren Brennwert und bilden besser eine Glut.
  • Welches Holz auch immer verbrannt wird, trocken und unbehandelt muss es sein. So klappt es mit dem Feuer ohne unangenehmen Rauch. Sonst verdirbt der qualmende Haufen schnell die Freude am gemütlichen Zusammensitzen.
     

10 SPIELE FÜRS LAGERFEUER

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Gemütlich am Feuer sitzen, in die Flammen schauen, essen und Spaß haben bei witzigen Spielen. Zubehör ist nicht nötig, aber Köpfchen und Fantasie von Eltern und Kindern sind gefragt.

1. Mit dem ABC um die Welt

Ein Mitspieler beginnt mit dem A und nennt einen Satz, bei dem ein Land, eine Tätigkeit und eine Sache (oder ein Tier oder ein Mensch) vorkommen. Ein Beispiel: „Ich reise nach Australien und arbeite auf einer Apfelplantage“. Der nächste Spieler macht mit B weiter: „Ich reise nach Belgien und besuche eine Bonbonfabrik.“ Einfacher wird das Spiel, wenn auch Städte statt Länder genannt werden können.

2. Wer meistert die Zungenbrecher?

Die kniffligen Sätze haben es in sich und machen seit Generationen Spaß. Hier einige Beispiele zum Ausprobieren:

  • Fischers Fritze fängt frische Fische. Frische Fische fängt Fischers Fritze.
  • Bürsten mit schwarzen Borsten bürsten besser als Bürsten mit weißen Borsten.
  • Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut.
  • Zwischen zwei Zwetschgenbaumzweigen zwitschern zwei geschwätzige Schwalben
  • Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen hinter Fliegen her.
  • Zehn zahme Ziegen zogen zehn Zentner Zucker zum Zoo.
     

3. „Ich packe meinen Koffer“

Ein Spielteilnehmer nennt einen Gegenstand, den er in seinen Koffer packt. Der nächste nennt diesen und einen weiteren. Der folgende Spieler nennt nun die schon genannten Dinge sowie wiederum einen weiteren. Wer einen Fehler macht, scheidet aus. Wer hat das beste Gedächtnis?

4. Die böse Sieben

Es wird reihum von 1 bis 100 gezählt. Alle Zahlen mit 7 und die durch 7 teilbar sind, werden ausgelassen und durch „Brr“ ersetzt. Kleinere Kinder müssen nicht rechnen. Sie lassen nur die Zahlen mit 7 aus und sagen stattdessen „Brr“. Wer einen Fehler macht, scheidet aus oder erhält Minuspunkte.

5. Wer bist denn du?

Ein Mitspieler nennt einen beliebigen Buchstaben, zum Beispiel „M“. Alle Fragen müssen nun mit Wörtern beantwortet werden, die mit „M“ beginnen. Gefragt wird reihum, zum Beispiel: Wie heißt du? Mattis Magel. Woher kommst du? Aus Münster. Was arbeitest du? Ich bin Mäusemelker. Wohin gehst du? Usw.

6. Dein Name bedeutet …

Zu jedem Buchstaben des Namens des Lagerfeuer-Nachbarn nennt derjenige, der an der Reihe ist, eine positive Eigenschaft. Zu Elias zum Beispiel: Eifrig, lustig, interessant, außergewöhnlich, super.

7. Wörterschlangen – ganz ungefährlich

Ein Mitspieler beginnt mit einem beliebigen zusammengesetzten Substantiv, aus dem zweiten Wortteil wird wieder ein neues Wort gebildet. Beispiel: Autoscheibe, Scheibenputzer, Putzeimer, Eimerfabrik usw. Kreativität darf sein!

8. Rumms und Quäk – Geräusche raten

Ein Mitspieler imitiert ein Geräusch, das die anderen erraten müssen: z.B. einen Rasenmäher, einen Wecker, ein bremsendes Auto, ein galoppierendes Pferd, einen brüllenden Löwen.

9. Alles falsch?

Ein Mitspieler sucht sich einen Menschen aus, den alle anderen Anwesenden kennen, zum Beispiel ein Nachbar, ein Verwandter, ein Lehrer. Dann beschreibt er immer das Gegenteil des wirklichen Aussehens und der Eigenschaften, z.B. klein statt groß, dunkel statt blond, ernst statt lustig, usw. Wer errät zuerst den Gesuchten?

10. Wer bin ich?

Ein Mitspieler denkt an einen Kindheitshelden aus Büchern, Filmen oder Spielen, den jeder kennt. Die anderen müssen diesen erraten. Die Fragen werden aber nur mit Ja oder Nein beantwortet. Jeder darf so lange fragen, bis er ein Nein zu hören bekommt. Dann ist der Nächste an der Reihe. Wer richtig rät gewinnt und überlegt sich die nächste Ratefigur.